SILVRETTATELIER 2006
Ausstellung im Palais Liechtenstein Feldkirch

Bild: interior Nr.3

Donnerstag, 5. April 2007, 20.00 Uhr
Begrüßung: Dir. Dr. Christof Germann
Zur Ausstellung spricht Karl-Heinz Pichler
Dauer der Ausstellung: 6. bis 29. April 2007
Ausstellungsgespräch mit Roland Haas: Samstag, 28. April, 11 Uhr
Mittwoch bis Freitag: 16 bis 19 Uhr; Samstag und Sonntag: 10 bis 13 Uhr

Katalog SilvrettAtelier06
Palais Liechtenstein,
Schlossergasse 8,
6800 Feldkirch,
Link: palaisliechtenstein.at


Der Katalog kann zum Preis von € 8,- plus Porto bei Roland per E-Mail bestellt werden.

In einem Zeitraum von zehn Jahren konnte Roland Haas durch seine Position als Projektleiter nun zum fünften Mal seinen Blick auf die inneren und äußeren Erscheinungen der Silvretta-Bergwelt richten, diese Erfahrungen sowohl persönlich als auch künstlerisch verarbeiten und die Ergebnisse homogen in den Kontext seines Gesamtwerks integrieren. Im Unterschied zu den anderen TeilnehmerInnen der Ateliers weiß Roland Haas genau, was ihn erwartet, wenn er alle zwei Jahre für jeweils zwei Wochen im Silvrettadorf Quartier bezieht. Daher kann er die konzeptionellen Grundzüge seiner Arbeiten bereits im Vorhinein festlegen, um sich dann während der Ateliers ganz auf das Experimentieren im abgesteckten Rahmen konzentrieren zu können.

Auf diesem Wege ist über die Jahre ein breites Spektrum an künstlerischen Äußerungen entstanden, welche über die intensive Auseinandersetzung mit Landschaft und all ihren Erscheinungsformen unterschiedlichste Inhalte freilegen; es sind dies die aufmerksame Beobachtung von Naturphänomenen, das Erforschen von sachlichen, assoziativen oder symbolischen Zusammenhängen und die Reflexion über das Sehen, über Wahrnehmung, Auswahl und Interpretation; mehr und mehr sind es aber auch offen kritische Inhalte – der Klimawandel, seine ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen, die Machtstrukturen der Energiepolitik oder die Prüfung medial vermittelter Information an Ort und Stelle.

3er Blöcke

Ein weiteres Interesse, welches sich im Laufe der Zeit durch die intensive Beschäftigung mit der Region herauskristallisiert hat, gilt der Erfahrung von Grenzen – sicher auch den physischen in der persönlichen Herausforderung, die der Berg darstellt, aber vor allem den sichtbaren und unsichtbaren Markierungen, welche ein Gelände auf abstrakte Weise charakterisieren. So werden die geographischen Grenzlinien zwischen Österreich und der Schweiz ebenso zum Thema einer Land-Art-Installation wie die strategisch platzierten Felsbrocken, die in den 1970er Jahren angeblich zum Schutz vor einem Attentat der RAF das Heranfahren eines mit Sprengstoff beladenen LKWs an die Staumauer hätten verhindern sollen.

Ines Agostinelli

 
     


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© Roland Haas