Alpinismus in der zeitgenössischen Kunst"
Sommerausstellung im Kunstforum Montafon
Kronengasse 6, 6780 Schruns
Öffnungszeiten:
Di – Sa 16 – 18 Uhr
Vernissage 26. Juni 2009, 19 Uhr.
Ausstellung 27.6. - 08.08.2009
Der Eintritt ist frei.
Auszüge aus einem Interview mit Karlheinz Pichler
Was für eine Arbeit zeigst Du nun definitiv im Rahmen dieser Ausstellung und in welcher Technik ist sie gehalten? Weshalb verwenden Sie diese Technik?
Roland: „Ohne Titel“ (Golmer Joch), 120 x 150 cm, 2009, Acryl auf Leinwand.
Diese Technik ist ideal für schnelles großformatiges arbeiten, und ist irgendwie dem Aquarell verwandt, da ich die Farbe ähnlich wässrig vermalen kann.
Aus welchem Grund setzt Du Dich mit der Motivplattform "Berg" auseinander? Stellt der "Berg" eine Versuchsplattform dar, um formale und materialspezifische Versuche anzustellen, oder geht es um die Vermittlung konkreter Inhalte?
Roland: Da müsste ich weit ausholen. jedenfalls sind Berg- und Gebirgsmotive seit gut 30 Jahren immer wieder ein wichtiges Thema für mich, ich bin deswegen um die ganze Welt gereist. Unnötig, das Gefühl zu beschreiben, wie es ist, oben auf einem Berg zu sein. Reinhard Karl hat einmal geschrieben: "Oben sieht man immer weiter". Das spielt sicher eine Rolle. In letzter zeit hab ich mich oft gefragt, warum mir das so wichtig (geworden) ist. Eine Antwort war die Arbeit f.d. Ausstellung "Kindheit“ - siehe www.haas-art.net/kunst/ausstellungen/kindheit.html
Und jetzt eben ein Blick zurück in meine noch frühere Kindheit, die mir nur über kurze Urlaubs (normal-8) Filmchen überliefert ist. Ich hab mir da ein schönes Still herausgesucht und malerisch übersetzt. Zu sehen sind v.l.n.r. mein Vater in typischer Gestik, der mich - kaum 2 Jahre alt, an der Hand führt, daneben meine Großmutter, mein Großvater, davor mein Bruder Georg Friedrich und ganz rechts unser Hund, der Pudel "Bärli". Die ganze Szenerie ist kurz vor dem Gipfel des Golmer Jochs ( ca 2100 m) in Tschagguns aufgenommen, im Hintergrund die Weite des Montafonertals bei Schruns mit dem Hochjoch als kulissenhafter Abschluss. Die Darstellung lässt das alte, verfärbte und zerkratzte Filmmaterial erkennen.
In welchem Verhältnis steht in Deinem Werk formales Schaffen/Experimentieren und inhaltliche Mitteilung (Visualisierung konkreter Inhalte) generell? Geht es um einen autonomen Formalismus oder um eine visuelle Vermittlung von Inhalten auf der Basis einer bestimmten Formensprache?
Roland: zweiteres
Welche Rolle misst Du im Zuge Deines Schaffens dem Betrachter bei? Im Sinne einer Lesbarkeit des Kunstwerkes respektive im Sinne einer Thematisierung des Wahrnehmungsprozesses.
Roland: Ich denke, meine Werke sind recht klar verständlich und kaum verschlüsselt - trotzdem lassen sie genügend Interpretationsspielraum offen.